Dieses Jahr ging es für uns auf die Färöer Inseln, eine kleine Inselgruppe im Nordatlantik. Mit ihren atemberaubenden Landschaften haben uns die Färöer voll und ganz überzeugt und wir können und wollen sie nur weiterempfehlen. Und zumindest NOCH sind sie ein wahrer Geheimtipp, den noch nicht all zu viele Touristen entdeckt haben. Also pssst!…;)

Die Färöer Inseln

„Die WAS? – noch nie gehört! Wo soll das denn sein?“ – so ungefähr war auch meine Reaktion auf Franks Reisevorschlag. Ausschlaggebend für die Idee waren mal wieder Landschaftsfotos die er entdeckt hat. Nach ein paar Bildern der einzigartigen Landschaft war auch ich überzeugt. DA WOLLEN WIR HIN! Also hab ich mich an die Recherchearbeit gemacht um erstmal herauszufinden was die Färöer Inseln so sind und was sie so zu bieten haben.

Färöer Inseln Klippe

Sheep all over

„Føroyar“ bedeutet im färöischen „Schafsinseln“. Der Name ist Programm. Auf halbem Weg zwischen Island und Schottland leben hier 80.000 Schafe zusammen mit gerademal 50.000 Einwohnern. Und genau so schön verlassen wie es klingt ist es dort auch.

Färöer Inseln Schafe

Die Färöer Inseln strahlen eine einzigartige Ruhe aus. Während man zwischen den Schafen steht und die Vögel über einen kreisen, hört man lediglich die Wellen des Atlantik wie sie gegen die steilen Klippen der Inselgruppen schlagen und den Wind der einem, mal mehr und mal weniger stark, ums Gesicht weht…. wow, dass klang jetzt wie aus einem Kitsch Roman, ist aber tatsächlich kein Stück übertrieben. Kein Ort auf den Färöern ist weiter als 5 Kilometer von der Küste entfernt. Die Landschaft wirkt genauso schroff, wie das Wetter dass sie geformt hat. Wo man auch hinsieht gibt es Wasserfälle, steinerne Klippen, Buchten und kleine Sandstrände.

Färöer Inseln Saksun Haus
Die alte Gemeinde Saksun auf Streymoy

Das Wetter auf den Inseln

Da die Färöer eine Inselgruppe mit gerade mal 14000 km² sind, ist das Wetter hier auch dementsprechend unbeständig. Innerhalb eines Tages wechselt das Wetter fast im viertel Stunden Takt, von total bewölkt bis Sonnig und Windstill kann man alles abbekommen. Wir haben deswegen bei unserer Reise auf den Zwiebellook gesetzt. Auf jeden Fall ist eine Regenjacke hier das Must-Have in eurem Koffer.

Die Anreise

Direktflüge auf die Färöer Inseln gibt es nur von Dänemark, Schottland oder Island. Alternativ kann man auch mit der Fähre nach Tórshavn reisen. Das dauert aber gute 30 Stunden und ist nicht unbedingt günstig. Wir sind von München über Dänemark nach Vágar geflogen. Hinwärts haben wir eine Nacht in Kopenhagen verbracht. Auf dem Rückweg sind wir dann mit kurzem Aufenthalt direkt weiter geflogen.

faroe islands Färöer Inseln Air BnB View Clouds Wolken
Ausblick auf Tindholmur und Drangarnir

Getting around

Auf den Färöer Inseln gibt es nur 2 Mietwagenfirmen. Avis und 62°N. Beide befinden sich direkt im Flughafen. Wir haben über Billiger-Mietwagen einen Kia Sportage von Avis gemietet. Mit fast 800 Euro für 10 Tage war das mit Abstand das teuerste an der ganzen Reise und auch die höchste Summe die wir je für einen Mietwagen zahlen mussten. Aber bei nur 2 Firmen auf der Insel können sie’s sich wohl erlauben so viel zu verlangen. Alternativen gibt´s ja keine.

Ansonsten gibt es einige Busverbindungen die genutzt werden können. Tatsächlich bieten die örtlichen Taxiunternehmen auch Tagestouren an und kutschieren euch entlang der bekannten Sightseeing-Spots über die Inseln. Die Taxiunternehmen aus Tórshavn fahren bei jedem ankommenden Flug die Strecke ‚Airport – Tórshavn‘ und im Normalfall auch nichts anderes. Die Taxifahrer haben uns schon kurz verwirrt angeschaut als wir ihnen gesagt haben, dass wir ein Taxi brauchen das uns ins 5 Kilometer entfernte Dorf bringt. Aber die netten Färinger haben das natürlich auch irgendwie möglich gemacht.

Um auf die einzelnen Inseln zu kommen gibt es meistens Brücken oder Tunnel. Dort wo es keine gibt nutzt man die Fähre oder den Helikopter. Was für uns nach etwas ganz besonderem klingt und eher der Kategorie „Jochen Schweizer Geschenkgutschein“ angehört ist auf den Inseln genau so gewöhnlich wie Fahrradfahren. Der Helikopter ist für die Färinger das Standardverkehrsmittel um kleinere Inseln zu erreichen. Deshalb kostet es auch kaum mehr als ein Busticket. Aber Aufgemerkt: Die Einwohner haben bei der begrenzten Platzanzahl im Helikopter immer Vorrang vor den Touristen.

färöer Inseln Berge Mountin faroe islands

Unser Roadtrip über die Inseln

Wir waren insgesamt 9 Tage auf den Färöer Inseln. Von 18 Inseln haben wir in dieser Zeit 6 besucht. Ursprünglich wollten wir nur eine Unterkunft mieten und von dort aus die Inseln erkunden – da wir uns den Stress des täglichen Unterkunft wechseln, wie in Island, sparen wollten. Da wir aber zu spät dran waren mit Buchen, haben wir 2 Unterkünfte gemietet. Das war im nachhinein auch genau richtig um erst die östlichen und dann die westlichen Inseln zu erkunden.

Zusätzlich sparrt man sich so einiges an Mautkosten. Vágar und Streymoy sowie Eysturoy und die Nordinseln sind jeweils mit kostenpflichtigen Tunneln verbunden. Deshalb lohnt es sich verteilt über diese Inseln Unterkünfte zu haben, um nicht täglich durch die Tunnel zu müssen. Die Kosten für die Durchfahrten werden am Ende der Reise bei der Mietwagenfirma fällig.

Fotografieren auf den Färöer

Für die Suche nach den Photospots haben wir jeden Tag die unterschiedlichen Inseln mit dem Mietwagen abgefahren. Auf den Färöer könnte man an jeder Ecke anhalten, denn überall lauern gute Fotokulissen. Für die Fleißigen unter euch tun sich bei Wandertouren vermutlich noch seltenere Anblicke auf. Vieles kann man jedoch auch, so wie wir, mit dem Mietwagen erreichen. Schon die Fahrten über die Inseln bieten einem tolle Anblicke.

Mit jeder Reise ist unser Equipment weiter gewachsen, so dass wir auf den Färöer mit 3 Kameras, einer Actioncam und einer Drohne aufgeschlagen sind. Welche Fotoausrüstung wir genau noch dabei hatten könnt ihr auf hier nachlesen. Leider hatten wir in den 10 Tagen viel Regen, Wind und Wolken weshalb die Drohne nicht all zu oft zum Einsatz kam. Auch gutes Licht zum Sonnenauf- und Untergang hatten wir nicht all zu oft. Und trotzdem, wenn nicht gerade deswegen, sind die Fotos mal wieder richtig cool geworden.

Trælanípa
Trælanípa Ausblick

Wenn die Färöer euer Interesse geweckt haben, könnt ihr euch auf unserem Blog schon bald auf weitere Infos zu unseren Routen, Unterkünften und Fotospot-tipps freuen.

+++ Die Bilder unserer Reise haben wir jetzt auch in einen Fotokalender für euch zusammengepackt! – Den Kalender ansehen und reservieren könnt ihr hier – wir freuen uns schon, wenn er in eurem Zuhause einen Platz findet! +++

 

3 KOMMENTARE

  1. Hallo,
    wir wollen nächsten Sommer eventuell auf die Färöer Inseln. Habt ihr Tipps für Unterkünfte? Wo lagen denn die beiden, in denen ihr wart?
    Liebe Grüße,
    Anne

  2. Hallo Anne! Cool das ihr auch vor habt auf die Färöer Inseln zu fahren!
    Wir hatten nur 2 Unterkünfte für die 9 Tage und können beide weiterempfehlen.

    1. Unsere Lieblingsunterkunft, die auf Vágar lag. Eine kleine Hütte direkt am Meer haben wir über AirBnB gebucht. Die Hütte ist mit dem nötigsten ausgestattet, man sollte aber keinen Luxus erwarten. Darauf kann man sich bei dem Ausblick aber eh nicht konzentrieren 😉 Der Gastgeber ist auch super nett, also eine absolute Empfehlung. https://www.airbnb.de/rooms/9081254?s=51

    2. Auf der Insel Eysturoy hatten wir eins der „Superior Doppelzimmer“ im Nebengebäude gebucht, weil wir ein eigens Bad wollten. Hier hat man dann praktisch auch ne eigene Haustür zum Zimmer. Die Zimmer sind groß und das Bad sehr schön. Ist auch tip top und zu Empfehlen! Abends kann man sich dann zum Essen im Restaurant anmelden. Es gibt da halt immer nur ein Gericht pro Abend, aber sehr lecker 😉
    http://www.booking.com/Share-TvmDN6

    Ich hoff wir konnten dir helfen! Ansonsten kannst dich ja mal durch die weiteren Artikel zu den Färöer klicken, vielleicht findest da noch die ein oder andere Info. Oder einfach fragen 😉

    Grüße, Jaqueline

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