Unsere letzte Reise hat uns auf den Wild Atlantic Way in Irland geführt. Die längste ausgewiesene Küstenstraße in Europa. In den 10 Tagen die wir zur Verfügung hatten konnten wir zwar nicht die ganze Strecke abfahren, aber haben euch unsere Eindrücke vom nördlichen Teil der Strecke gesammelt.

Was ist der Wild Atlantic Way

Der Wild Atlantic Way ist eine beschilderte Route entlang Irlands Westküste. Sie erstreckt sich über insgesamt 2500 Kilometer und geht vom Norden des County Donegals bis runter in den Süden des County Cork.

Entlang des Weges sind zahlreiche Aussichtspunkte und Sehenswürdigkeiten ausgeschildert. Darunter befinden sich auch die 15 sogenannten „Signature Points“ der Strecke. Das sind extra hervorgehobene Stellen die die Westküste Irlands besonders prägen. Sozusagen die „Must-See’s“ eines jeden Roadtrips.

Wild Atlantic Way

Was kann der Wild Atlantic Way so?

Der Wild Atlantic Way verspricht schon im Titel einen sehr ozeannahen Roadtrip mit vielen rauen und wilden Landschaften.

Gerade die Signature Points, aber auch viele kleinere Aussichtspunkte auf der Strecke halten diese Versprechen. Durch die gute Beschilderung der Stopps muss man sich auch nicht großartig vorbereiten sondern kann einfach drauf los und an allen Aussichtspunkten anhalten.

Die Kilometer die man zwischen den Aussichtpunkten zurück legt haben aber oftmals landschaftlich nicht all zu viel zu bieten. In meiner romantischen Vorstellung bedeutet 2500 Km Wild Atlantic Way: die gesamte Strecke direkt an steilen Felsklippen, kleine schmale Straßen entlang düsen und immer wenn man zu Seite schaut steile Abgründe und das blau des Meeres im Blick.

Leider trifft das nicht auf 100% des Weges zu. Ein großer Teil der Strecke führt durch Ortschaften, entlang von Landstraßen abseits der Küsten und manchmal auch über Schnellstraßen. Nichts desto trotz sind die zahlreichen Stops und Signature Points die Fahrt auf jeden Fall wert.

Wild Atlantic Way

Fahrtzeit auf dem Wild Atlantic Way

Wir sind insgesamt 10 Tage in Irland gewesen, wovon wir 8 Tage entlang des Wild Atlantic Way gefahren sind und die letzten beiden Tage im Hotel in Galway verbracht haben.

Wir haben in Donegal begonnen und sind die Strecke bis Galway fast komplett den Wild Atlantic Way gefahren und haben noch dazu immer wieder kurze Umwege gemacht oder sind Strecken öfter abgefahren. Um den ganzen Wild Alantic Way zu besuchen und zwar so, dass man auch vieles sehen, genießen und fotografieren kann sollte man schon ca. 3 Wochen Zeit haben.

Wild Atlantic Way

Übernachten entlang des Wild Atlantic Way

Wir waren im Mai unterwegs und haben alle Unterkünfte erst vor Ort gebucht. Wir haben immer am Abend bevor wir auschecken mussten ein bisschen recherchiert was wir auf dem nächsten Streckenabschnitt so sehen und fotografieren möchten. Dementsprechend dann nach einem Hotel über Booking.com oder AirBnB gesucht. Das hat zu unserer Reisezeit immer super unkompliziert und recht günstig funktioniert.

Wild Atlantic Way
Fanad Head Lighthouse

Fotografieren am Wild Atlantic Way

Für unserer Fotolocations haben wir wie immer vorab ein bisschen Instagram und Pinterest durchforstet und uns durch das Buch „Exploring Ireland’s Wild Atlantic Way“ geblättert. Das Buch ist von einem Landschaftsfotografen, der fantastische Landschaftsaufnahmen entlang der Strecke in ein Buch gepackt hat.

Unterwegs haben wir dann einfach an allen Aussichtspunkten gehalten die uns begegnet sind und auch hier noch ganz schöne Motive entdecken können. Einige Motive die wir schon von Zuhause aus auserkoren haben, konnten wir wegen mangelnder Wegbeschreibung oder abgezäunten Grundstücken leider nicht erreichen. Darüber haben wir euch in diesem Artikel ein bisschen näher berichtet.

Da der größte Teil des Wild Atlantic Way im Westen der Insel verläuft sind die meisten Locations klassische Anlaufpunkte für den Sonnenuntergang. Dann müssen nur noch das Wetter und die Wolken mitspielen. Da hatten wir dieses Jahr nicht so viel Glück. Trotzdem sind einige schöne Bilder bei raus gekommen.

Wild Atlantic Way
Malin Head Sunset

Nochmal auf den Wild Atlantic Way?

Allein um die Strecke vollständig befahren zu haben kommen wir sicherlich irgendwann wieder. Im Vergleich zu den skandinavischeren Reisezielen ist Irland auch deutlich besser für den Geldbeutel.

Die Dichte an landschaftlichen Highlights und die Abwechslung der Naturschauspiele ist in Irland einfach nicht so groß wie in anderen Ländern, die wir bereits bereist haben. Deswegen steht es erstmal nicht ganz oben auf unserer Bucketlist.

Nichts desto trotz ist der Wild Atlantic Way empfehlenswert. Und der ideale Einsteigerroadtrip durchs seine gute Ausschilderung, Unterkünfte und Information (www.wildatlanticway.com).

Alle Details zu unserem Irland Roadtrip, Route, Kosten und Eindrücke folgen bald in einem weiteren Artikel.

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