Diese Fotospots solltet ihr auf den Färöer Inseln nicht auslassen!

Den Verlauf unserer Reise konntet ihr ja schon in anderen Artikeln hier nachlesen. Wo wir überall angehalten und übernachtet haben und so weiter, sind schon keine Geheimnisse mehr. Auch warum es empfehlenswert ist eine Unterkunft im Westen und eine im Osten zu haben habt ihr in unseren ersten Blogs erfahren. Ich möchte hier unsere Top Fotospots auf den Färöer Inseln mit euch teilen!

Wenn ihr auf den Färöer Inseln gelandet seid, dann stehen die Chancen recht gut, dass ihr das wegen der einzigartigen Landschaft seid. Genau so war es bei uns. Da wir noch relativ wenig Infos im Internet finden konnten, haben wir uns auf die wenigen Reiseberichte die es gab und ein paar Fotos die wir ergooglen konnten verlassen. Vor Ort haben wir dann am Flughafen eine Landkarte bekommen, auf der es weitere Hinweise für gute Fotogelegenheiten gab. Manches aber haben wir einfach durch das Erkunden auf gut Glück gefunden.

Heute möchte ich ein paar meiner top Empfehlungen unter den Fotospots mit euch teilen, die ihr nicht auslassen solltet, wenn ihr wegen der Landschaftsfotografie auf die Inseln kommen solltet. Wir haben bei weitem nicht alles sehenswerte ansteuern können, aber ich bin dennoch sehr zufrieden mit den Fotos, die wir machen konnten. Die Orte, die wir besucht haben sind relativ gut mit dem Auto bzw. mit kleinen Wanderungen zu erreichen.

Also los gehts.

1. Gásadalur

Das Dorf Gasádalur und der Wasserfall Mulafossur , Färöer Inseln, Vágar, Fotospots auf den Färöer Inseln
Das Dorf Gasádalur und der Wasserfall Mulafossur

Die erste Location ist die, die wahrscheinlich jeder schon mal auf einem Foto gesehen hat, wenn es um die Färöer Inseln geht. Gásadalur ist eine kleine Gemeinde auf der Insel Vágar und der dorfeigene Wasserfall Mulafossur hat es mittlerweile zu Weltruhm gebracht 😉

Auch eine Geschichte über Gemeinde ist relativ bekannt: erst seit 2006 gibt es eine Straße dort hin, so dass man Gásadalur mit dem Auto erreichen kann. Vorher war es nur über einen Wanderpfad über die Berge erreichbar, den der Postbote wohl einmal die Woche absolviert hat um den Menschen ihre Post zuzustellen. So beschwerlich das klingt, mittlerweile erreicht man das Dorf recht einfach. Man fährt vom Flughafen die Straße nach Gásadalur entlang. Nach dem Tunnel den Berg hinunter und vor den ersten Häusern in die kleine Schotterstraße links abbiegen. Dort ist dann etwa Platz für 3-4 Autos um zu parken und durch ein Tor geht’s zum Aussichtspunkt, von dem aus man das bekannte Motiv schießen kann. Auf dem Weg dahin gibt’s auch eine Bank mit extrem guten Ausblick – aber Vorsicht, der Matsch ist rutschig und ein Geländer gibt’s nicht.

Die Location bietet sich für einen Sonnenuntergangs-Termin an, da die Sonne knapp hinter dem Berg untergeht vor dem sich die Häuser befinden. Gutes Licht, ein paar Wolken – schon habt ihr ein cooles Bild. Ich empfehle euch ein sehr weitwinkliges Objektiv einzupacken. 16-35mm oder 14mm sollten hier auf jeden Fall gute Dienste leisten.

2. Trælanípan

Trælanípan, die berühmte Steilklippe, Färöer Inseln, Vágar, Fotospots auf den Färöer Inseln
Trælanípan, die berühmte Steilklippe

Ebenfalls auf Vágar und unter unseren Top Fotospots auf den Färöer Inseln befindet sich Trælanípan, die berühmte Steilklippe. Ihr wisst schon, die auf der die Leute auf Instagram immer sitzen und die Beine runterbaumeln lassen. Dafür gibts ganz oben sogar eine recht gut geeignete Stelle, allerdings sollte man schwindelfrei und nicht tollpatschig sein, weil man sonst vielleicht … naja, in den Tod stürzt. 148 Meter. Aber hey! Falls man nicht runterfällt hat man einen Ausblick der sich wirklich lohnt und viele Likes aufs neue Instagram-Bild.

Allerdings muss man eine Weile laufen um von der nächsten Stadt Midvagur bzw. vom Parkplatz an der Straße dort hin zu kommen. Wir sind gut 2,5 Stunden dort hin gelaufen, aber laut Guide kann man es in 45min schaffen. Oben abgekommen hat man einen Blick in die unendlichen Weiten des Atlantik und die optische Täuschung des „schwebenden Sees“. Ich hab ziemlich lange gebraucht um die optische Täuschung zu erkennen, sowohl dort als auch auf Bildern, aber selbst wenn nicht. Der Ausblick ist einzigartig.

Trælanípan, die berühmte Steilklippe. Färöer Inseln, Vágar, Fotospots auf den Färöer Inseln
Trælanípan aus einem anderen Blickwinkel

Auch hier empfehle ich ein Weitwinkelobjektiv dabeizuhaben. Ebenfalls 17-40 mm war meine Wahl, es hätte aber auch noch etwas weiter sein dürfen. Die Klippe zeigt in südliche Richtung, dadurch könntet ihr sowohl bei Sonnenauf- als auch -untergang gutes Licht haben. An einem bewölkten Tag hatte ich sogar Nachmittags Glück.

Weiter unten in Richtung Westen gibt es noch einen Wasserfall, Bøsdalafossur, der ins Meer stürzt. Von dort aus hat man auch einen Blick auf die westlichen Klippen – dort sind wir allerdings nicht gewesen.

3. Gjógv

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Der alte Wikingerhafen in Gjógv

Wenn es einen in den nördlichen Teil der Inselgruppe verschlägt, dann ist Gjógv auf jeden Fall einen Besucht wert. Allein der Weg dorthin führt durch Serpentinen mit tollem Ausblick und ein Tal, das den Eindruck macht, als würde die Ebene, durch die man fährt sich zu einer „Halfpipe“ wölben. Dort angekommen findet man die gleichnamige Schlucht Gjógv, die seit Wikingerzeiten als natürlicher Hafen genutzt wird. Dort bietet sich ein echt außergewöhnlicher Anblick, sobald man zwischen den riesigen Felswänden steht, aber auch von oben macht die Location einiges her!

Was uns leider fast völlig entgangen ist, ich aber einige Wochen nach der Reise in den Videos von Mads Peter-Iverson gesehen habe, sind die tollen Wandermöglichkeiten, die man in der Gegend nutzen kann um den Ausblick von einem der Berggipfel zu genießen. Steht auf der Liste für’s nächste Mal 🙂

Tal auf der anderen Seite von Gjógv, Färöer Inseln, Fotospots auf den Färöer Inseln
Tal auf der anderen Seite von Gjógv

Auch auf das benachbarte Tal hat man tolle Ausblicke, die man mit sehr weitwinkligen Objektiven einfangen kann. Aber auch für Detailaufnahmen mit längeren Brennweiten bieten sich Motive. Sollte man eine der Wanderungen machen wollen, darf auch wieder das Ultrawide nicht fehlen und wer eine Drohne hat, sollte die hier auf jeden Fall einpacken (und irgendwann auspacken) aber Vorsicht – Wind 😉 Definitiv aber einer der Top Fotospots auf den Färöer Inseln!

4. Saksun und Tjørnuvík

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Der Ausblick in das Tal vor Saksun

Auch Saksun sollte man nicht auslassen. Schon gar nicht, wenn man nach Gjógv nun eh schon im Norden ist. Auf dem Rückweg (oder am besten an einem Tag speziell dafür) haltet auf jeden Fall in Saksun an. Allein das Tal, welches man durchfährt, ist den Weg wert. Hier hat man einige Gelegenheiten die Drohne zu nutzen. Fast in Saksun hat man dann die Wahl an einer Kreuzung: links ins Tal, rechts in das alte Dorf – Steinhäuser, Grasdächer. Dort findet man auch die berühmte Aussicht, die man auf den meisten Fotos zu sehen bekommt.

Das Tal ist so enorm groß, dass ihr mit so gut wie jeder Brennweite fotografieren könnt. Ihr werdet immer einen Winkel finden, das Tal gut abzulichten. Auch die Drohne ist wie immer euer Freund. Außerdem gibt’s als Bonus noch einen Wasserfall hinter dem historischen Dorf – und das historische Dorf selbst. Jede Menge Motive also.

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Ausblick am Strand von Tjørnuvík

Es gibt außerdem einen Wanderweg nach Tjørnuvík, einem weiteren, sehr fotogenen Örtchen und gleichzeitig Surferparadies (so hört man). Von dort aus hat man am Strand einen – wenn auch sehr entfernten – Blick auf die versteinerten Riesen „Resin & Kellingin“. Wandern ist übrigens nicht die einzige Möglichkeit Tjørnuvík zu erreichen, es geht auch einfach mit dem Auto. Die Straße dort hin ist im ersten Moment zwar recht beängstigend, da sie wirklich eng ist und man sehr nah am Abhang fährt, aber mit dem Ausblick wird man gebührend entschädigt!

Hier habe ich meine einzige Langzeitbelichtung auf der Färöern gemacht. Da man direkt am Strand und an einer wirklich coolen Kulisse steht. Also ND-Filter einpacken. Weitwinkelobjektiv schadet hier auch nicht. Will man Resin & Kellingin etwas größer im Bild haben kommt man um ein Tele (200 mm oder mehr) allerdings nicht herum.

5. Fossá

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Fossá – Wasserfall Haldarsvík

Nummer 5 unter den top Fotospots auf den Färöer Inseln, den man auch nicht auslassen sollte ist der höchste Wasserfall der Inselgruppe. Fossá. Dieser befindet sich auch auf der Insel Streymoy und man kommt an ihm vorbei, wenn man die Straße nach Tjørnuvík entlang fährt. Wer schon mal in Island war, der erwartet hier vielleicht einen gut ausgeschilderten Weg, großen Parkplatz und eine zumindest halbwegs große Ansammlung von Schaulustigen. Hier ist das nicht so, der Wasserfall ist eher unscheinbar und es gibt auch keinen Parkplatz. Wir sind sogar erstmal dran vorbeigefahren. Er befindet sich direkt an der Straße. Die einzige Parkmöglichkeit ist die kleine Ausweichbucht nebenan.

Um den Wasserfall zu fotografieren hat man zwei Möglichkeiten. Zum einen direkt vor dem Wasserfall. In diesem Fall hält man in der eben beschriebenen Bucht und steigt über die Leitplanke. Schon steht man am Fuß des Wasserfalls. Hier kann man ihn und seine zwei Ebenen, über die er fließt erklimmen und so aus verschiedenen Winkelt fotografieren. Weitwinkelobjektive bieten sich hier an. Ich habe das 17-40 mm und das 24-105 mm benutzt.

Die zweite Möglichkeit ist: man fotografiert von Eysturoy aus. Bei Nesvík überquert man die Brücke und fährt nach Norden Richtung Eidi. Auf halbem Weg in etwa hat man einen guten Blick auf den Wasserfall. Da man hier über eine Distanz von etwa 1,5 km fotografiert sollte es natürlich ein Teleobjektiv sein, das man hier auf die Kamera spannt 😉 200 mm dürfen es schon sein. Je nach Motivwunsch.

6. Augen auf!

Ich könnte hier noch viele kleine Stops beschreiben, die wir eingelegt haben. Aber tatsächlich ist es so, dass man auf den Färöern an so gut wie jeder Ecke eine super Aussicht finden kann. Haltet auf jeden Fall die Augen auf und ihr findet am Straßenrand tolle Motive und Aussichten.

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Ein spontaner Stop auf Vágar

Dazu kommt, dass die Färöer noch lange nicht so erkundet und „erschlossen“ sind, wie zum Beispiel Island, das heißt ihr habt vielleicht sogar noch die Möglichkeit ein Foto zu finden, dass vor euch noch kein anderer, oder zumindest nur wenige vor euch, gemacht haben. Erkundet. Darum geht’s letztendlich ja auch ein bisschen.

Habt ihr noch weitere Tipps auf eueren Reisen gefunden, die ihr mit der Welt teilen möchtet? Was sind euere Top Fotospots auf den Färöer Inseln? Lassts uns und unsere Leser in den Kommentaren gerne wissen!

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