Meine Spanien Reise war meine erste Backpacking Reise, meine erste Reise alleine und da hab ich mich kurzerhand entschlossen auch gleich noch meinen ersten Surfkurs mit unter zu bringen. Surfen an der Costa de la Luz, kann doch gar nicht besser klingen!

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Strand von El Palmar

Surfen zwecks der Coolness

Ich hab zuvor noch nie auf einem Brett irgendeiner Art gestanden. Kein Ski, kein Snowboard oder ähnliches. Wintersport hat mich bisher auch mehr abgeschreckt als gereizt. Aber Surfen war schon immer etwas das ich gerne ausprobieren wollte.

Ich bin gerne im Wasser und ich meine, sind wir mal ehrlich: gibt’s etwas das mehr nach Coolness und Entspannung aussieht als Surfer draußen auf dem Meer, nasse Haare vom Salzwasser und im Neo und mit Brett unterm Arm am Strand entlang laufen? So hab ich mir das zumindest vorgestellt 😉

Während meiner 3-wöchigen Rucksackreise wollte ich auch einfach einmal eine Woche Sonne, Strand, Meer und Entspannung gönnen. Und so ein kleiner Aufenthalt im Surfcamp schien mir da genau das Richtige!

Wo kann man surfen in Spanien

Da ich ja wie bereits erwähnt, wenig bis keine Ahnung vom Surfen hatte wusste ich auch nicht wo und ob man in Spanien überhaupt surfen kann. Google hat mir schnell die „Hot Spots“ aufgezeigt.

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Übersicht Treffer „Surfschulen“ bei Google

Surfschulen beziehungsweise Camps gibt’s zum einen an der Nordküste Spaniens, wo es aber Ende September schon ganz schön kühl werden kann. Oder an der Costa de la Luz im Süden Spaniens. Das hat dann auch perfekt zu meiner Route gepasst. Online findet man recht schnell viele Surfschulen, von denen erstaunlich viele in deutscher Hand sind. Die ansprechendsten fand ich: Nexo Surfcamp, A-Frame Surfcamp und das La Luz Surfcamp.

Nexo Surfcamp

Ich hab mich letztendlich für das Nexo Surfcamp entschieden und bin noch immer super glücklich mit der Wahl. Die Unterkunft ist ein Traum, das Team super herzlich und der Unterricht spitze – aber mehr dazu im Detail!

Das Surfcamp

Das Camp befindet sich nicht direkt an der Strandpromenade, sondern in einer Seitenstraße wenige 100 Meter vom Strand entfernt. Zum Haus gehören neben den Zimmern, ein Gemeinschaftsbereich zum chillen und der Essbereich. Der Garten des Camps ist riesig. Man findet hier alles was man braucht: Zahlreiche Sitzsäcke, Hängematten, Slacklines, ein Yoga Haus, Fahrräder zum ausleihen und die Hütte der Surfschule.

Die anderen Gäste im Camp sind in der Regel aus Deutschland, Österreich oder der Schweiz und das Team ist bunt gemixt. Ihr kommt auf jeden Fall mit Deutsch, Englisch oder Spanisch gut zurecht.

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Mein Ausblick auf dem Weg zum Strand

Der Unterricht

An 5 von 7 Tagen hieß es dann Bretter holen und los zum Surfunterricht. Je nach Wellengang hat die Uhrzeit variiert. Die Stunden wurden immer so gelegt, dass wir die möglichst besten Bedingungen erwischen konnten.

Der praktische Unterricht wurde in 3 Gruppen durchgeführt: Beginner, Intermediate und Professional. Jede Gruppe mit einem eigenen Lehrer. Ich hab mich natürlich brav bei den Anfängern eingefunden und hatte auch noch das Glück, dass ich am ersten Tag die einzige Anfängerin im Camp war und so in meiner ersten Stunde direkt den Surflehrer für mich hatte.

In der Woche gab es noch 2 theoretische Unterrichtseinheiten, die ganz gemütlich im kleinen Kreise auf der Couch oder im Yoga-Studio durchgeführt wurde. Wir haben Input zu Gezeiten, Wellenentstehung und Windrichtungen bekommen. Grad als blutige Anfängerin war das sehr interessant.

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Unser Surfspot am Strand von El Palmar

Yoga & Soulfood

Im Paket enthalten waren 5 tägliche Yoga Stunden, die man freiwillig besuchen konnte und die passend auf unseren Surftag abgestimmt wurden. Auch im Yoga war ich absolut unerfahren und hab mich einfach mal blauäugig in die Übungen gestürzt. Es tut sehr gut ist aber auch mega anstrengend. Als Zuschauer sehen die Übungen immer sehr lässig aus aber selber machen ist da nochmal eine ganz andere Liga.

Und ja das Essen bekommt einen eigenen Punkt, weil es einfach fantastisch war! Es gab neben einem super Frühstücksbuffet immer Mittags eine passende Stärkung nach dem Surfen. Von Salatbuffet, über Wraps bis hin zu Aufläufen war alles mit dabei. Zum Abendessen gab es immer ein 3 Gänge-menü. Bei allen Gerichten wurde immer auf Unverträglichkeiten oder Essgewohnheiten aller geachtet und es war immer super lecker und ausgewogen. Soulfood at it’s finest! Gutes Essen ist eben genauso entspannend wie eine Runde Yoga oder ein paar Stunden auf dem Wasser! An zwei Tagen ist im Camp kein Essen geplant , so konnten wir die Restaurants der Gegend ausprobieren.

Die Zimmer

Je nach dem welches Paket man bucht kann man wählen zwischen privaten Zimmern, Doppelzimmern oder 4er-Dormrooms. In meinem Doppelzimmer gab es ein eigenes Bad, eine Terrasse und einen Fernsehr, sowie einen Kühlschrank und Safe. Es war einfach alles da was man braucht und sah auch noch sehr gut aus! Die Zimmer wurden täglich geputzt. Es hatte absoluten Hotel Standard.

Surfen an der Costa de la Luz

Der Strand von El Palmar, der direkt der Haus-Surfspot vom Nexo Camp ist, ist wirklich wunderschön! Der kilometerlange Strand war im September überhaupt nicht überlaufen. Die Hauptsaison ist dann zwar auch schon vorbei und viele der Hütten am Strand haben schon abgebaut oder geschlossen, aber es finden sich immer noch gute Restaurants für jeden Geschmack.

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Strandpromenade von El Palmar

Für mich als Anfängerin waren die Bedingungen gut und ich konnte mich gut ans Surfen rantasten. Aber auch unsere Profis waren meist recht zufrieden mit den Wellen. Ich hatte bis zum Schluss absolute Schwierigkeiten mit dem Takeoff, also überhaupt auf dem Brett aufzustehen. Aber am letzten Tag hab ich dann mal meine Verbissenheit, dass es jetzt doch endlich mal klappen muss, beiseite gelegt und einfach den Sunset-Surf genossen. Und siehe da! Ich bin gestanden! Wenn auch nur ein paar Millisekunden, aber immerhin. Also einfach Spaß haben dann klappt das schon.

Schon die kleinen Weißwasserwellen unterm Brett zu haben und die Kraft zu spüren, wenn sie dich in Richtung Strand tragen ist ein super Gefühl. Da kann man sich nur schwer vorstellen, wie viel krasser es ist mal die richtigen großen Wellen zu surfen. Also bleibt mir jetzt nichts, außer weiter zu üben 😉

Der Besitzer des Nexo Surfcamps hat auch noch eine Manufaktur in der die Nexo Boards hergestellt werden und auch eine Besichtigung dort ist im Aufenthalt mit enthalten. Gerade wenn man vom Surfen noch keine Ahnung hat, ist es super auch mal zu sehen wie die Boards entstehen.

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Kosten & Fazit

Gekostet hat mein 7 tägiger Aufenthalt mit Surfkurs im Nexo Surfcamp 749 Euro, im Doppelzimmer. Und ich kann nur nochmal betonen, es war jeden Cent Wert! Das Camp, das Team und das Surfen ist einfach fantastisch und ich könnte es mir an keiner Stelle besser vorstellen. Also wenn ihr Bock habt auch mal Surfen zu gehen und Spanien für euch in Frage kommt, ist das Nexo eine klare Empfehlung!

Die nächsten Flughäfen sind in Jerez de la Frontera oder Sevilla. Nach Jerez bietet das Camp auch einen Transport an. Wenn ihr in Sevilla landet könnt ihr das ganze ja auch noch mit einer kleinen Städtetour verknüpfen. Gerade Andalusien ist einen Besuch auf jeden Fall Wert. Was ich noch so in Andalusien getrieben habt könnt ihr hier nachlesen!

 

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